Richard Keßler, Eigenschreibweise auch Kessler, Pseudonym: Friedrich Richards, (* 6. Juli 1875 in Berlin; † 2. Januar 1960 ebenda) war ein deutscher Librettist, Dramatiker, Theaterdirektor, Drehbuchautor und Liederdichter der Leichten Muse.
Keßler stammte aus Berlin und war der einzige Sohn des Rentiers Richard Keßler. Nach der Schulausbildung sollte Richard ursprünglich die Buchdruckerei eines nahen Verwandten übernehmen, doch widmete er sich lieber dem Schreiben von Versen und der Dichtkunst. Bereits im Alter von 20 Jahren übernahm er 1896 den Posten des Direktors des Berliner Gastspiel-Ensembles. Mit diesem Ensemble gastierte er noch im gleichen Jahr in Reichenberg in Österreich-Ungarn.[1] Er widmete sich in späteren Jahren verstärkt dem Schreiben von Libretti für Operetten und dem Schreiben von Lustspielen. Teilweise arbeitete er dabei mit Curt Kraatz (Der verjüngte Adolar, 1920) und Arthur Rebner zusammen. Seine Texte wurden u. a. von Victor Hollaender, Rudolf Nelson, Walter Wilhelm Goetze, Richard Fall, Walter Kollo, Robert Winterberg, Walter Bromme, Hugo Hirsch, Oscar Straus und Eduard Künneke vertont.
Richard Keßler wirkte an verschiedenen Theatern, darunter unter dem befreundeten Generalintendanten Max Berg-Ehlert in Altenburg und ging zuletzt wieder nach Berlin zurück, wo er im 85. Lebensjahr 1960 starb.
Personendaten | |
---|---|
NAME | Keßler, Richard |
ALTERNATIVNAMEN | Kessler, Richard; Richards, Friedrich (Pseudonym) |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Librettist, Dramatiker, Theaterdirektor, Drehbuchautor und Liederdichter der Leichten Muse |
GEBURTSDATUM | 6. Juli 1875 |
GEBURTSORT | Berlin |
STERBEDATUM | 2. Januar 1960 |
STERBEORT | Berlin |