William Lawrence Boyd (* 5. Juni 1895 in Hendrysburg, Ohio; † 12. September 1972 in Laguna Beach, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Western-Schauspieler, dessen Bekanntheit in den 1930er und 1940er Jahren ihren Höhepunkt erreichte.
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Westernschauspieler Boyd. Er ist nicht zu verwechseln mit seinem Schauspielkollegen und Zeitgenossen William „Stage“ Boyd (1886/1889–1935).
William Boyd (1954)
Leben
Bekannt wurde Boyd vor allem als Darsteller des Cowboys Hopalong Cassidy in der gleichnamigen Filmserie und als Hauptdarsteller in dem Western Feindschaft, mit dem Clark Gable seine Tonfilm-Karriere begann. 1919 traf Boyd in Hollywood ein und wurde schnell ein gefragter Hauptdarsteller der Stummfilmzeit sowie Matinee-Idol. Zu Beginn der 1930er Jahre erhielt seine Karriere einen Knick, als Skandale um einen William Boyd ihm zugeschrieben wurden. Es handelte sich jedoch um einen gleichnamigen Schauspiel-Kollegen, dennoch wurden die Rollenangebote zum Ende der Stummfilmzeit spärlicher.
Im Jahr 1935 unterschrieb er einen Vertrag mit Paramount Pictures über eine Western-Serie, deren Figur des Hopalong Cassidy ihn von nun an bei seiner weiteren Karriere begleitete. Nach einem Wechsel zu United Artists wurde die Reihe 1944 eingestellt. Zwei Jahre später setzte Boyd sie jedoch fort, indem er die Filme nun selbst produzierte. Nach 70 Kinofilmen erkannte er frühzeitig die Möglichkeiten des Fernsehens und wechselte auf den Bildschirm, wo ab 1952 insgesamt 52 halbstündige Folgen entstanden. Darüber hinaus vermarktete er die Figur im Zirkus, Varieté und auf Werbetourneen.
In der Ausgabe vom 27. November 1950 brachte er es auf die Titelseite des Time Magazine und bekam einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. 1995 wurde er in der Western Performers Hall of Fame im National Cowboy & Western Heritage Museum in Oklahoma City verewigt. Es gibt zudem ein Hopalong Cassidy Museum in Cambridge, Ohio.[1]
Privates
Boyd war insgesamt fünf Mal verheiratet:
Laura Maynard (1917–1921) – geschieden
Ruth Miller (1921–1924) – geschieden
Elinor Fair (13. Januar 1926 – 16. November 1929) – geschieden
Dorothy Sebastian (19. Dezember 1930 – 30. Mai 1936) – geschieden
Grace Bradley (5. Juni 1937 – 12. September 1972) – sein Tod
Aus seiner dritten Ehe mit Elinor Fair ging ein Kind hervor.[2]
Filmografie (Auswahl)
1920: Irrwege einer Ehe (Why Change Your Wife?)
1922: Frauen auf schiefer Bahn (Manslaughter)
1923: Adams Rippe (Adam’s Rib)
1924: Triumph (Triumph)
1926: Der Wolgaschiffer (The Volga Boatman)
1927: Die Schlachtenbummler (Two Arabian Knights)
1928: The Cop
1928: Wolkenkratzer (Skyscraper)
1929: The Leatherneck
1931: Feindschaft (The Painted Desert)
1937: Die Todesranch (North of the Rio Grande)
1938: Der Rächer von Old Mexico (In Old Mexico)
1939: Teufelsreiter von Texas (Range War)
1940: Drei Männer aus Texas (Three Men from Texas)
1941: Piraten zu Pferde (Pirates on Horseback)
1941: Die Wölfe von Kansas (Wide Open Town)
1941: Araber, Beduinen und Betrüger (Outlaws of the Desert)
1942: Undercover Man
1943: Bar 20
1944: Lumberjack
1952: Die größte Schau der Welt (The Greatest Show on Earth)
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